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Strandbad Malchow

 

Badegewässerqualität im Amtsbereich Malchow

Die Wasserqualität wird regelmäßig durch das Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte (Tel. 0395 57087-2389) untersucht. Aktuelle Ergebnisse finden Sie auf der Online-Badewasserkarte. Die Ergebniseinstufung ergibt sich aus den Untersuchungen der letzten 4 Jahre. Kurzprofile der einzelnen Badegewässer im Amtsbereich Malchow finden Sie nachfolgend.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums M-V - https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/sm/gesundheit/Badewasserqualitaet/

 

 

Einige Hinweise für den ungetrübten Badespaß 

(Quelle: Gesundheitsamt des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte)

 

Generell sind unsere Seen auch bei den derzeit herrschenden Temperaturen gut zum Baden geeignet. Dennoch sollte man berücksichtigen, dass Binnengewässer Lebensraum für zahlreiche Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen sind, die die aktuellen Temperaturen und die vielen Sonnenstunden zur Vermehrung oder zu besonders starkem Wachstum nutzen. Diese natürlichen Prozesse können bei Badenden Reaktionen hervorrufen, die den Badespaß beeinträchtigen oder in Einzelfällen auch zu gesundheitlichen Beschwerden führen.

Da diese Vorgänge stark von Sonnenscheindauer, Temperatur, Wind und Niederschlag abhängen, kann sich die Situation rasch verändern. Daher sollte jede badende Person eigenverantwortlich einschätzen, ob das Baden unbedenklich ist.

Bakterien, die derzeit an der Ostseeküste für Beunruhigung sorgen (Vibrio vulnificus), können in unseren Binnengewässern nicht überleben, da der Salzgehalt dort zu niedrig ist. Diese Bakterien bevorzugen Brackwasserzonen und stellen daher vor allem in Boddengewässern ein Problem dar.

Gesundheitliche Beeinträchtigungen sind in Binnengewässern insbesondere durch Zerkarien sowie durch Algen (Blaualgen) möglich. Werden diese im Badewasser nachgewiesen, wird darüber durch Aushänge informiert und auf besondere Verhaltensregeln hingewiesen. Ein generelles Badeverbot ist in der Regel nicht erforderlich, sofern die Hinweise beachtet und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.

Zerkarien:
Wassertemperaturen über 20 °C begünstigen deren Vermehrung; anhaltend hohe Temperaturen führen daher insbesondere in ufernahen Flachwasserbereichen zu optimalen Lebens- und Vermehrungsbedingungen. Dies erklärt auch, warum häufig Kinder von den Hauterscheinungen betroffen sind: Sie halten sich bevorzugt in diesen Uferbereichen auf. Grundsätzlich handelt es sich bei diesem Phänomen – wie z. B. auch bei der Algenblüte – um natürliche Vorgänge in Binnengewässern, die bei sommerlichen Temperaturen typisch sind.

Bei der Bade- oder Zerkarien-Dermatitis kommt es zu stark juckenden Hautreaktionen an den betroffenen Körperstellen. Es bilden sich rötliche, juckende Quaddeln auf der Haut. Ursache sind meist winzige Larven von Saugwürmern (Trematoden), die in die Haut eindringen. Normalerweise befallen diese Zerkarien Wasservögel, insbesondere Enten; der Mensch ist für sie ein sogenannter Fehlwirt.

Die Zerkarien sind zwar aufgrund des Juckreizes unangenehm, jedoch in der Regel ungefährlich. Da die Lebensdauer der Larven sehr kurz ist, halten die Reizerscheinungen meist nur wenige Stunden an und klingen folgenlos ab. Eine spezifische Behandlung ist nur bei ausgeprägten Reaktionen oder anhaltenden Entzündungserscheinungen erforderlich. Letztere entstehen häufig durch Kratzen, da hierbei Keime in die Haut eindringen können.

Zerkarien sind mit bloßem Auge nicht sichtbar. Da ihr Vorkommen an Wasservögel gebunden ist, sollten insbesondere während längerer Wärmeperioden Gewässerbereiche mit größeren Wasservogelbeständen (z. B. Enten) gemieden werden. Zudem sollten die Tiere nicht durch Füttern oder weggeworfene Nahrungsmittel angelockt werden.

Während der etwa einwöchigen Schwärmzeit kommen Zerkarien vor allem in flachen Uferzonen vor, die daher möglichst gemieden werden sollten. Tiefere (kühlere) Wasserbereiche sind meist unbedenklich.

Zerkarien benötigen durchschnittlich etwa vier Minuten, um in die Haut einzudringen. Deshalb sollte der Körper nach dem Baden zunächst gründlich abgetrocknet – besser noch abgerieben – werden. Unmittelbares Duschen kann das Eindringen begünstigen; es sollte daher mit etwas zeitlichem Abstand erfolgen.

Auch Hunde, die im Wasser baden, können von Zerkarien befallen werden.

 

Blaualgen:

Blaualgenteppiche sind an einer bläulich-grünen Trübung des Wassers, an Schlierenbildung sowie an wolkenartigen Verteilungen zu erkennen. Bei Hautkontakt können Reizungen und allergische Reaktionen auftreten; eine Giftwirkung ist möglich, wenn über mehrere Tage hinweg algenhaltiges Wasser geschluckt wird. Deshalb sollte der Aufenthalt in Bereichen mit sichtbaren Cyanobakterienansammlungen vermieden und beim Schwimmen kein Wasser geschluckt werden. Kinder und Kleinkinder sind besonders gefährdet und sollten keinesfalls in Algenansammlungen spielen.

Treten nach dem Baden Beschwerden auf (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Atemnot, Hautreizungen oder Quaddeln), sollte ein Arzt aufgesucht werden. Zudem ist das Gesundheitsamt zu informieren.

Cyanobakterienansammlungen sind stark wind- und wetterabhängig; innerhalb weniger Stunden kann sich die Situation verändern, sodass gefahrloses Baden wieder möglich ist.